Pinguin-Anlage

Wie muss eine Anlage für Königspinguine aussehen, damit die Tiere sich wohl fühlen? Das Eismeer-Planungsteam aus Dr. Stephan Hering-Hagenbeck (im Bild von links), Architekt Sezai I. Candan und Zoodesigner David Lazenby hat sich diese Frage gestellt und genau recherchiert. Dazu gehörte auch eine Expedition in die Antarktis, um den Lebensraum kennenzulernen und die Verhaltensweisen der Vögel im Freiland zu beobachten. Das gesammelte Wissen spiegelt die zweieinhalbstöckige Anlage wider, die gerade im Neubau entsteht. Bereits im Rohbau lässt sich ahnen, wie beeindruckend das zukünftige Zuhause der Antarktischen Pinguine ist. Eine große Plattform dient als Aufenthalts- und Brutort für die Kolonie. Von dort aus können die Vögel  1,5 m tief ins Wasser springen, in der 35 Meter langen Bahn richtig Geschwindigkeit aufbauen und an der gegenüberliegenden Seite aus dem Wasser klettern. Dort werden Sie gefüttert. Anschließend liegt ein Fußweg mit Eisrutschbahn vor ihnen, um die Kolonie wieder zu erreichen. Eingebaute Schneemaschinen sorgen neben der Kühlung auf 7°C für richtiges Antarktisgefühl. Besucher gehen mitten durch die Anlage. Sichtscheiben ermöglichen Unterwassereinblicke. Die Tiere erlebt man von rechts, links, oben und unten.