Historie

Die Geschichte des Eismeer-Panoramas ist lang und bewegt. Tierpark-Gründer Carl Hagenbeck weihte die Anlage vor mehr als 100 Jahren ein und präsentierte das damalige Nordland-Panorama als eine arktische, fjordähnliche Landschaft. Hier lebten Seelöwen, Robben und Eisbären - nur durch einen Graben von den Besuchern getrennt - und Rentiere tummelten sich im Hintergrund. Bereits zwei Jahre nach der Eröffnung erweiterte Carl Hagenbeck die Anlage um einen südpolaren Landschaftsteil. Dort zogen verschiedene Pinguinarten und sogar stattliche See-Elefanten (siehe Foto) ein. Schon Kaiser Wilhelm II begeisterte sich für die Hagenbecksche Polarlandschaft.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Eismeer-Panorama schwer beschädigt und Hagenbeck konnte später lediglich Teile der Anlage wieder herstellen. Im Laufe der Jahrzehnte führten Witterung und Abnutzung zu großen Schäden an den Kunstfelsen. Es bildeten sich Risse und im Innern bröckelte der Putz großflächig von Decken und Wänden. An der Rückseite lag bereits der stützende Stahl, der zwischenzeitlich die ursprüngliche Holzkonstruktion verstärkt hatte, an vielen Stellen frei und rostete. Die statische Sicherheit des Bauwerks und damit auch die Sicherheit von Tieren und Menschen waren gefährdet.

Kleine Schönheitsreparaturen reichten nicht mehr aus. Hagenbeck war gezwungen, die baufällig gewordene historische Anlage abzureißen und sie möglichst bald unter Berücksichtigung der Auflagen des Denkmalschutzes und modernem Standard entsprechend neu zu errichten.