Architektur

Diese neue, für die tierischen Bewohner polarer Regionen gestaltete Landschaft orientiert sich architektonisch an dem historischen Vorbild - so wie es vor über 100 Jahren erbaut wurde.

Das ursprüngliche Nordland-Panorama, das Tierpark-Gründer Carl Hagenbeck Anfang des vorigen Jahrhunderts entwarf, war um ein Vielfaches größer als das Eismeer, das viele Hagenbeck-Freunde aus den vergangenen Jahrzehnten kennen. Im Zweiten Weltkrieg wurde die damals begehbare Anlage schwer zerstört und nie in ihrer ursprünglichen Form wieder aufgebaut.

Heute ist eine neue Eismeer-Landschaft entstanden, die eine moderne, naturnahe Tierhaltung und -zucht ermöglicht. Tierpark-Gäste erhalten durch verschiedene Sichtachsen spannende Einblicke in die Gehege. Das Innere der Anlage ist komplett begehbar. Panoramascheiben gewähren Unterwasser-Einblicke und ermöglichen fantastische Eismeer-Beobachtungen mit tauchenden Eisbären und Walrossen in einer neuen Dimension. Ein 750 Meter langer Besucherweg führt durch das neue Eismeer. Zum Vergleich: Nicht nur der Besucher-Rundgang ist länger als der des im Jahr 2007 eröffneten Tropen-Aquariums Hagenbeck, auch die Wassermenge der Gehege ist zweieinhalb Mal so groß wie die Wassermenge des Tropen-Aquariums.

Für den Entwurf zeichnet das Bau- und Planungsteam um Projektleiter Dr. Stephan Hering-Hagenbeck verantwortlich. Außer dem Biologen gehören Architekt Sezai I. Candan vom Hamburger Architektenbüro Geising+Böker sowie der englische Zoo- und Gehegedesigner David Lazenby zum Team.