Südamerikanische Seebären (Arctocephalus australis)

Südamerikanische Seebären sind in Menschenobhut selten zu finden und hatten bisher in Deutschland nur im Dortmunder Zoo und bei Hagenbeck regelmäßig Nachwuchs. Seebären gehören, wie auch die Seelöwen, zur Familie der Ohrenrobben. Ihren Namen verdanken die Ohrenrobben ihren kleinen, noch sichtbaren äußeren Ohrmuscheln.

Der Südamerikanische Seebär, wegen seines dichten Ober- und Unterfells auch „Dos Pelos” (spanisch: Doppelpelz) genannt, lebt an den Atlantik- und Pazifikküsten Südamerikas, vor Peru, Uruguay und im Süden Kap Horns. Anders als Hundsrobben klettern Seebären auch Felsen hinauf. Das können die Besucher im neuen Eismeer sehr gut beobachten.

Im Freiland hat sich der Bestand nach den Verfolgungen im 19. Jahrhundert wieder deutlich erholt, ist aber durch die zunehmende Umweltverschmutzung, die Überfischung der Meere und vor allem durch die Schleppnetzfischerei bedroht. Daher gibt es für diese Tierart ein Europäisches Erhaltungszuchtprogramm (EEP), an dem auch Hagenbeck bis zum Abriss des alten Eismeeres erfolgreich teilnahm. Ab Frühjahr 2013 soll bei Hagenbeck im neuen Eismeer die Zucht fortgesetzt werden.