Walross (Odobenus rosmarus)

© Götz Berlik

Walrosse gehören zu den Robben und werden nach zwei Unterarten differenziert: Atlantisches Walross (Odobenus rosmarus rosmarus) und Pazifisches Walross (Odobenus rosmarus divergens), zu dem auch Antje gehörte. Walrosse leben im Nordpolarmeer.

Sie haben einen sehr engen Schlund und ernähren sich daher von kleinen und weichen Meerestieren, wie zum Beispiel Muscheln, Würmern, Schnecken und Tintenfischen. Sie ertasten ihre Nahrung mit Hilfe der empfindlichen Sinneshaare. Im Meeresboden verborgene Beutetiere legen sie mit den Stoßzähnen und einem kräftig ausgestoßenen Wasserstrahl frei. Die Schalen der Krebse werden zerdrückt und das Innere wird herausgesaugt. Walrosse sind sehr gesellige Tiere. In ihren Heimatgebieten finden sie sich im Wasser und an Land zusammen.

Einen Herzenswunsch hat sich Hagenbeck mit dem Bau der Zuchtanlage für Walrosse erfüllt. Das mehr als sieben Meter tiefe Wasserbecken - eines der tiefsten Tauchbecken für diese Tiere weltweit - ist eine Wellness-Oase für Walrosse, die ihresgleichen sucht. Dort lebt eine ganze Gruppe von Walrossen. Den ersten Nachwuchs – und gleichzeitig das erste jemals in Deutschland geborene Walross –  kam 2014 zur Welt. Ein weiteres Hagenbeck-Bekenntnis zur Arterhaltung.